Podcast-Tipp: Beste Vaterfreuden – 11 Dinge, die wir anders machen als unsere Eltern
Shownotes
Hey! Wir sind Max und Jakob – vielleicht kennst du uns auch als „Beste Freundinnen". In „Beste Vaterfreuden" sprechen wir aber weniger über Sex und Beziehungen, sondern über all die Freuden, Missgeschicke und Herausforderungen, die das Vatersein so mit sich bringt. Ohne Filter, humorvoll und mit viel Gefühl. Wenn du also Lust auf mehr Papa-Perspektiven hast, hör gern mal rein: Was wollten wir bei unseren wirklich Kindern anders machen als unsere Eltern? Was haben wir vielleicht unbewusst übernommen? Und was waren unsere großen Aha-Momente des Vaterseins? Max erzählt von einer Kindheit voller Regeln, die nie so richtig galten, und Jakob merkt, wie sehr sich sein Verantwortungsgefühl verändert hat, seit es seine Tochter gibt. Für den optimalen Mental-Load-Realitätscheck rufen wir bei den Müttern unserer Kinder an – und müssen bedauerlicherweise feststellen, dass unsere eigene Wahrnehmung nur so semi stimmt …
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00:00:00: Heute gibt's
00:00:00: eine kleine
00:00:01: Podcast-Empfehlung hier von uns.
00:00:03: Das
00:00:03: ist ja mal was ganz Neues.
00:00:04: Jetzt
00:00:04: lassen wir hier nämlich mal die Männer zu Wort kommen.
00:00:07: Ja, die dürfen auch mal was
00:00:08: sagen.
00:00:09: So nämlich Jakob und Max von Beste Vater Freuden.
00:00:11: Die beiden reden darüber, was sie bei ihren
00:00:14: eigenen Kids anders machen würden, als ihre eigenen Eltern bei ihnen gemacht haben.
00:00:17: Wer kennt's nicht?
00:00:18: Hört da gerne mal rein und folgt den beiden.
00:00:20: Viel Spaß!
00:00:22: Warum gibt es die Welt?
00:00:24: Papa, ich hab dich lieb.
00:00:26: Mama macht die Arbeit und Papa macht den Quatsch.
00:00:29: Beste Vaterfreuden, der langweilige Podcast übers Vater sein.
00:00:33: Ja!
00:00:33: Ja!
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00:00:51: Ja!
00:00:51: Ja!
00:00:51: Ja!
00:00:51: Vor jetzt mittlerweile einem Jahrzehnt.
00:00:54: Ja, stimmt.
00:00:55: Krass.
00:00:57: Hast du in der Schwangerschaft dir schon gedacht, oder während du Kind warst, irgendwann mal, das mach ich auf jeden Fall mal anders als meine Eltern.
00:01:04: Gab's so Sachen, wo du gedacht hast, das werde ich auf jeden Fall grundlegend anders machen.
00:01:10: Schon davor.
00:01:10: Schon bevor ich Kinder überhaupt eine Erwägung gezogen habe, gab's sie...
00:01:14: Als man selber erzogen wurde, da hat man schon gedacht, so, nee, das werde ich nie so machen.
00:01:18: Exakt, also das hat wahrscheinlich sogar schon in der Pubertät natürlich angefangen.
00:01:22: Hat sich dann irgendwann später manifestiert.
00:01:24: Aber ich muss natürlich jetzt ein bisschen kramen, um zu überlegen, was es war.
00:01:27: Also in der Schwangerschaft selber oder als dann meine Tochter geboren wurde, gab es am Anfang natürlich wenig Vergleichbares.
00:01:36: Also ich kann mich nicht daran erinnern, wie meine Eltern uns haben sie mir auch nicht erzählt mit uns waren, als wir Babys waren.
00:01:41: Bis auf das ist wahrscheinlich sehr gut und richtig war, was sie gemacht haben, weil ich fühle mich... Heute wertvoll, habe gesundes Selbstbewusstsein.
00:01:49: Ich glaube, das sind ja alles so auch Dinge, die man in der Kleinkindphase durch die Nähe und den Aufbau gewährleistet.
00:01:56: Aber es gab dann natürlich später, als meine Kinder, meine Tochter, dann älter wurde, dass ich dann überlegt habe, hey, wie möchte ich vor allem, wenn sie dann... ins Jugendalter kommt mit ihr umgehen.
00:02:07: Und es gibt auch schon ein paar Sachen, die wir anders machen.
00:02:09: Also, ich wollte auf jeden Fall konsequenter sein in bestimmten Dingen.
00:02:12: Also, meine Eltern waren auf eine ganz komische Art konsequent und inkonsequent.
00:02:16: Also, sie waren inkonsequent in ihrer Konsequenz.
00:02:19: Also, meine Eltern haben es geschafft, uns viele Regeln aufzusetzen, die sie aber nicht eingehalten haben.
00:02:25: Ah, okay.
00:02:26: Also, dass sie ein Reel-Konstrukt aufgebaut haben, weiß ich nicht, sei es was Fernseh-Konsum-Angegen oder Grenzen aufgemacht haben, die dann immer wieder durchbrochen wurden von uns oder auch immer wieder nicht eingehalten wurden.
00:02:39: Die mich und mein Bruder, glaube ich, nicht in der Zeit, aber dann noch nachträglich sehr stark verunsichert haben.
00:02:45: Also, wir wussten ganz genau, das ist der Rahmen, in dem wir uns bewegen, aber wenn wir uns... gar nicht so viel Mühe geben, können wir den easy durchbrechen.
00:02:52: Mein Bruder hat es bis ins Frühjahr wachsen, auch immer wieder auf die Spitze getrieben.
00:02:56: Es gibt das klassische Beispiel irgendwann mit dem Auto meiner Eltern, wo meine Eltern gesagt haben, hey, das dürft ihr euch leihen, aber nur am Wochenende und nur in der Zeit.
00:03:04: Mein Bruder hat es immer wieder geschafft, mit viel erstbetteln, dann Forderungen stellen und ständigem Nachfragen meine Mutter und auch mein Vater an den Rand des Wasens zu bringen.
00:03:15: So
00:03:15: ist er zu dem Verkäufer geworden, der heute ist.
00:03:17: Wahrscheinlich.
00:03:18: Und das ist im Nachhinein eigentlich für uns hochgradig irritierend gewesen.
00:03:23: Weil, was haben wir als Kinder, was haben wir gelernt?
00:03:26: Es gibt keine Verlässlichkeit in den Regeln.
00:03:28: Und man muss nur genügend rumbetteln, um den anderen überzeugt zu bekommen davon, dass man es dann doch irgendwie so machen kann.
00:03:34: Und genauso war mein Vater auch jemand, der so ein Grundsatz hatte.
00:03:37: Es wird zum Beispiel in der Schule, es wird nicht wiederholt.
00:03:40: Man muss immer vorangehen.
00:03:42: Einerseits hat er diese Ausstrahlung gehabt und das auch so formuliert.
00:03:45: Und auf der anderen Seite habe ich ihn aber als jemand erlebt, der ... ... in seinem Eigenleben gar nicht so konsequent war.
00:03:49: Das heißt, er hat es auf uns übertragen ... ... und ich hatte damals auch das Thema, ... ... dass ich das Gymnasium in der Siebten nicht geschafft habe.
00:03:55: Ich habe das Halbjahr geschafft, ... ... aber das Jahr nicht geschafft.
00:03:57: Und dann hieß es, ... ... nee, es wird nicht wiederholt, ... ... du wechselst die Schule.
00:04:00: Und im Nachhinein war das für mich, ... ... würde ich behaupten, ... ... ein krasser Einschnitt auch in Jugendalter.
00:04:04: Und ich habe auch das dem Lange nach geweint ... ... und habe es irgendwie auch bereut ... ... und hatte aber damals nicht die Kraft, ... ... als Junge ... ... mich gegen meinen Vater und meine Eltern zu stellen.
00:04:14: Und da ist der zweite Aspekt, den ich auf jeden Fall mit einbringen wollte in die Erziehung meiner Kinder, dass meine Kinder selbstbestimmt mitentscheiden sollen, wie sie ihre Zukunft und auch Gegenwart gestalten.
00:04:27: Ob es jetzt schulische Laufbahn ist oder auch Hobbys.
00:04:30: Und auch beim Hobbys ist das nächste.
00:04:31: Auch da war es so, mein Vater hatte uns immer zum Segeln getriezt.
00:04:34: Ich hatte so gar keinen Bock darauf.
00:04:36: Auf der einen Seite bin ich froh.
00:04:37: Auf der anderen Seite gab es da trotzdem sehr wenig Mitspracherecht.
00:04:41: keine Entscheidung, die wir gemeinsam getroffen haben, sondern es wurde immer von oben bestimmt.
00:04:45: Und auch das war was, was ich mit meinen Kindern auf jeden Fall anders lebe, glaube ich, und hoffe ich.
00:04:50: Auch wir sind der Meinung, es soll ein Sport gemacht werden und es soll ein Hobby ausgelebt werden.
00:04:55: Aber auch daher ist nicht dieser Krasse von oben zwang, sondern es ist immer ein Aushandeln und ein Austarieren.
00:05:00: Und es soll vor allem am Ende auch Spaß machen.
00:05:02: Und die Motivation kommt nur aus der eigenen intrinsischen Motivation und nicht aus der Fremdbestimmten von den Eltern.
00:05:08: Aber es sind so die Erstnehmensaufzurufen einfallen.
00:05:11: Gibt es so Situationen mit den eigenen Kindern, wo man plötzlich gemerkt hat, ey, hier bin ich ja wie meine Mutter.
00:05:18: Oder hier bin ich wie mein Vater.
00:05:21: Und bei meinen Eltern ist das tatsächlich schwieriger.
00:05:23: Also es gab so die Momente, wo sie dann in ihrer Weißglut waren,
00:05:26: wo
00:05:27: es dann nochmal geknallt hat.
00:05:30: Aber ich glaube, viel ähnlicher bin ich zum Beispiel meinem Vater in so einer Latenten-Unaufmerksamkeit.
00:05:39: Also meinen Vater würde ich sagen, war immer so abgelenkt, entweder mit der Arbeit, mit irgendwelchen Prozessen, mit irgendjemandem, der gerade angerufen hat.
00:05:48: Und ich muss krass aufpassen bei meiner Tochter, nicht da reinzurutschen.
00:05:53: Also, dass ich wirklich, wenn ich da bin, auch da bin.
00:05:55: Ja.
00:05:56: Vollkommen präsent.
00:05:57: Ja.
00:05:58: Mit ihr.
00:05:59: Mit ihren Gedanken, Gefühlen.
00:06:00: Aber auch mit meinen Gedanken und Gefühlen, aber so in einer Verbundenheit und nicht, ja, wir verbringen Zeit, also beziehungsweise du verbringst Zeit mit meiner physischen Hülle, aber ich bin geistig, emotional nicht anwesend.
00:06:12: Und da kann ich sagen, das ist was, was mir erst ein bisschen später aufgefallen ist, da kann ich auf jeden Fall aufmerksam sein.
00:06:20: Gibt's Situationen, wo du bist, wie dein Vater oder wie deine Mutter?
00:06:23: Ja, also diese Aufmerksamkeitsspirale, also ich hab meinen Vater auch viel erlebt.
00:06:27: Er kam nach Hause, um siebzehn Uhr, achtzehn Uhr.
00:06:31: Wir haben ihn begrüßt.
00:06:33: Und dann gab's kurz Abendbrot, das war auch unter voller Aufmerksamkeit.
00:06:38: Und mein Vater hab ich dann eine Zeit lang auch, als jemand erlebt, der ... sich dann vor den Fernseher gesetzt hat, ein Bier genommen hat und eine Pfeife geraucht hat.
00:06:45: Und das war so das Abendszenario, da war ja dann bis zwanzig, einundzwanzig Uhr, bis er wieder ins Bett gegangen ist, zwanzig Uhr davor, in seinem eigenen Sessel, also auch nicht irgendwie wir gemeinsam auf der Couch, sondern er hatte seinen Sessel und darum war die Couch gebaut.
00:06:58: Okay.
00:06:58: Das heißt, er war da so super solo eingebaut, links war so ein Tischchen, wo all seine Sachen waren und er war dann eigentlich nicht mehr greifbar am Abend.
00:07:06: Und dann aber am Wochenende ... war er voll präsent und hat mit uns Aktionen gemacht, war sportlich unterwegs.
00:07:13: Das heißt, ich hab ihn zwar einerseits als sehr aktiven Präsentenvater so in seiner Freizeit erlebt, aber auch als sehr Abwesenden am Abend, wenn wir ihn vielleicht auch gebraucht hätten.
00:07:24: Und so ein bisschen beobachte ich das auch bei mir.
00:07:26: Ich mein, auf der anderen Seite denke ich so, ey, es ist jetzt zwanzig Uhr, wir haben die Kinder ins Bett gebracht, es reicht jetzt auch.
00:07:31: Ja,
00:07:31: man braucht auch mal seine Zeit.
00:07:33: Exakt.
00:07:34: Und ich schick dann meine ... Tochter auch manchmal weg, wenn ich sage, du, ich hab jetzt wirklich keine Lust mehr, wir haben die letzten Stunden miteinander verbracht.
00:07:42: Ich möchte jetzt nicht mehr.
00:07:43: Und auf der anderen Seite denke ich mir so, hey, das Leben ist so kurz.
00:07:47: Was spreche denn dagegen, jetzt sich diese Zeit noch mal zu nehmen?
00:07:51: Und das andere ist, dass meine Mutter so was, ja, ich glaube, das weiß auch jeder, der den Podcast hat, so einen negativen Blick auf die Dinge hatte und auch immer diesen Satz.
00:07:58: Hey, das schaffst du nicht.
00:08:00: Das ist so ansteigend für dich.
00:08:03: Und ich hatte das am Anfang auch, dass ich oft so geguckt hab, hm, schaffst du das auch?
00:08:07: Und hm, ist das nicht zu viel?
00:08:09: Und sollten wir da ein bisschen Rücksicht drauf nehmen?
00:08:11: Und da bin ich so komplett ins Gegenteil gesprungen, erst mal.
00:08:15: Musst aber auch aufpassen.
00:08:17: Mittlerweile habe ich eine ganz gesunde Mitte, dass man nicht einerseits immer seine Kinder nach vorne schickt.
00:08:21: Man sagt, hey, los, jetzt hab dich ein bisschen so.
00:08:22: Das wird super, viel Spaß.
00:08:24: Und aber auch umgekehrt Haini kommen hier an meiner Seite.
00:08:27: Du brauchst nicht, wenn du dich musst, ist vielleicht auch zu anstrengend.
00:08:30: und da so einen guten Mittelweg zu finden.
00:08:31: Aber ich wollte auf jeden Fall vermeiden, dass ich in diese Negativspirale reinkomme, in dieses, ah nee, bleib lieber hier sicher, es könnte zu gefährlich werden.
00:08:40: Ja,
00:08:40: das ist leider manchmal so, dass man dann ins Gegenteil verkehrt, wenn man was Bestimmtes erlebt hat und sagt, ey, das will ich jetzt nicht mehr.
00:08:45: Und es ist so ein bisschen so, als ob man zurückgehalten wurde und auf einmal gehen die Hände weg, weil keiner eigentlich mehr zurückhält, sobald man es erkennt und sagt, man will es anders machen.
00:08:53: Und dann mit zu viel Schwung in die andere Richtung geht.
00:08:55: Ja.
00:08:56: Gartstür dich Aha-Momente beim Vater sein?
00:09:00: irgendwas, was dir vorher niemand erklären konnte?
00:09:04: Also, eins ist auf jeden Fall sexuelle Aufklärung.
00:09:06: Das war für mich ein krasser Aha-Moment, dass ich dachte, hey, da ist überhaupt nichts dabei.
00:09:11: Auch wenn vorher die Hürde so groß wirkt, aber wenn man sich Hilfsmittel nimmt wie gute Bücher und darüber einfach offen mit den Kindern spricht, dann ist es wie das Normalste der Welt.
00:09:20: Das hat er einfach nicht stattgefunden und ich dachte, das wäre so ein Riesending, irgendwann mit seinen Kindern darüber zu sprechen.
00:09:26: Und ... Ja, einer Hammer Moment war auf jeden Fall, hey, wie viel Zeit Kindererziehungen anspruchen und also man hat vorher so ein Gefühl, aber wenn ich mich mit anderen Freunden jetzt auch unterhalte, die keine Kinder haben und die mir dann sagen, ja, nee, wird schwierig, da hab ich keine Zeit und da muss ich hier das und das und sowieso die Woche ist so voll.
00:09:43: Denke ich so, ey, du hast gar nicht
00:09:45: was ne volle Woche.
00:09:46: Du
00:09:46: weißt gar nicht, was ne volle Woche ist.
00:09:48: Und das hätte ich unterschätzt.
00:09:50: und da auch nochmal.
00:09:52: zurückblickend.
00:09:53: Ich meine, als Kinder und Jugendliche hat man vielleicht auch viel Vorwürfe an die Eltern.
00:09:55: Hey, ihr habt das nicht und ihr habt das nicht.
00:09:57: Und warum wart ihr so und so?
00:09:58: Und auch da nochmal einen respektvolleren Umgang auch mit den eigenen Eltern zu haben.
00:10:04: Den Respekt vor der Kinderanziehung habe ich eigentlich erst entwickelt, dass ich selber eigene Kinder hatte.
00:10:08: Das war vorher so ein blinder Fleck von mir.
00:10:10: Ja, für mich ist auf jeden Fall die Liebe zum eigenen Kind.
00:10:14: Das kann einem auch keiner so richtig beschreiben, wie ich das anfühlt.
00:10:17: Auch viel stärker und intensiver, aber gleichzeitig auch so... ... in jeder Pore drin ... ... und nicht ... ... immer hundert Prozent aufgedreht, sondern so ... ... eminent begleitend.
00:10:29: Das würde ich sagen, dann ... ... noch mal eine ganz andere Entschleunigung ... ... und Wertschätzung des Moments, ... ... dann eine ganz andere Tiefe und ... ... Bedeutung im Leben.
00:10:40: Das heißt, alles hat ... ... mehr Bedeutung für mich, was so ... ... mit meiner Tochter zu tun hat.
00:10:47: Und ... ... eine Kraft ... ... und ... eine Ressource, die bereitgestellt wurde und die mir auch zur Verfügung steht, wenn es darum geht, so zu sagen, hey, ich möchte gern für sie ein gutes Leben bauen.
00:11:00: So wie es in meinen Möglichkeiten ist und jeder kommt ja mit seinem eigenen Päckchen und wir werden auch alle kleine Traumata vermitteln, da bin ich mir sicher.
00:11:09: Aber so gut wie es mir möglich ist, werde ich es tun und das mit meiner emotionalen und physischen Aufmerksamkeit.
00:11:16: Was hast du gelernt seitdem du Vater bist, würdest du sagen?
00:11:20: Also, dass das Leben noch viel unerwartbarer wurde, seitdem mein Kind hat.
00:11:24: Also, es ist einfach Schicksalsschläge auf einen Einprasseln, die man so gar nicht vorher erwartet hätte.
00:11:29: Dass es sich noch mal krasser einfühlt, wenn was Schlimmes passiert, ob Krankheit oder Sorge, wenn es die eigenen Kinder betrifft, als wenn es einen selber betrifft oder die Partnerin.
00:11:38: Also, das ist noch genauso wie die Liebe auch überall ständig da ist, auch wenn sie nicht so einen krassen Ausschläge immer täglich hat.
00:11:46: Ist auch genauso die Sorge zwar nicht präsent.
00:11:49: aber immer trotzdem im Unterbewusstsein auf jeden Fall da.
00:11:53: Also auch dieses Verantwortungsgefühl hat sich noch mal krass verändert.
00:11:56: Das war auch am Anfang so, man ist irgendwie so durch Leben gelaufen und hat irgendwie gedacht, man kriegt hier irgendwie alles hin und läuft irgendwie und dann hat man dir einigen Kinder und dann zu akzeptieren, ey, das ist noch mal ein krasses Upgrade, zu dem davor, was jetzt auf einmal für eine Verantwortung auf einen zukommt und damit auch lernen, umzugehen.
00:12:15: Ich hab auf jeden Fall gelernt, dass ich ... Das doch ganz gut hinbekomme.
00:12:19: Also ich war am Anfang hatte ich das Gefühl, ich glaube, ich werde ein guter Vater sein.
00:12:23: Und ich bin eigentlich der Meinung, dass es auch gut geklappt hat.
00:12:26: Also das war eher eine Bestätigung dessen.
00:12:28: Ja.
00:12:29: Und was ich jetzt gerade lerne, ist auch zu akzeptieren, dass vieles zurückkommt.
00:12:34: Also dadurch, dass meine Tochter auch älter ist und mein Sohn sich da auch natürlich viel abguckt, bewegen wir uns im Alltag jetzt viel mehr miteinander.
00:12:41: Also es gibt halt einfach, du seist in so kleine Situationen, der Tisch wird nicht einfach auf Befehl gedeckt, sondern es passiert halt einfach.
00:12:49: Oder meine Tochter steht am Wochenende morgens alleine auf und macht Pancakes für die ganze Familie.
00:12:53: Und der Frühstückstisch ist gedeckt oder sie denkt mit an Sachen.
00:12:57: Oder der Humor ist auf einmal ein ganz anderer, ich krieg auf einmal meinen eigenen Humor zurückgefeuert, Sarkasmus oder Ironie.
00:13:04: Und bin selber dann kurz verdutzt, weil mich so eine freche Antwort kriege.
00:13:06: und dann checke ich, okay, das war ein Joke.
00:13:09: Und das auf einmal verändert sich das und zu lernen.
00:13:12: und da finde ich spannend auch jetzt zu akzeptieren und auch zu lernen okay ich kann jetzt auch noch mal anders von meinen Kindern lernen und auf einer anderen Ebene mich bewegen mit ihnen.
00:13:23: Was würdest du sagen hast du von deinen Eltern übernommen vielleicht sogar gar nicht so bewusst zuerst und das dir irgendwann bewusst geworden, weil den Rest kannst du ja nicht äußern.
00:13:33: Ich kann ja am Anfang Humor auf jeden Fall meine Mutter geht durchs Leben mit viel Humor.
00:13:39: Das ist immer witzig, zu sehen, wie sie die Welt manchmal sieht und wie sie die Dinge interpretiert und wie sie dann über Dinge lacht.
00:13:46: Dann das Unternehmerische und das Angehen von Dingen und nicht zu glauben, dass man das nicht kann.
00:13:53: Das ist, würde ich sagen, von beiden in meiner Familie, aber vielleicht sogar noch ein bisschen stärker von meinem Vater.
00:13:59: Wenn das andere können, kann man es selber auch.
00:14:00: Warum soll das nicht so sein?
00:14:02: Dann die Zuversicht in das eigene Handeln, das ist da eigentlich mit drin.
00:14:06: Ich glaube ... Wir haben alle so ein kleines bisschen so ein Außenseiter-Syndrom, weil in dem Moment, wo du irgendwie bei den Zeugen Jehovas warst, dann irgendwann aussteigst, dann immer mal wieder umziehst und in neue Gemeinschaften nicht einfügen musst, bleibt so ein kleiner Teil von dir außen vor.
00:14:23: Das heißt, du bist immer so ein bisschen Außenseiter, aber nicht im Negativen.
00:14:28: Das kann ja auch dir so ein gutes Gefühl geben, weil wenn du Außenseiter bist, dann kannst du auch gar nichts verlieren, weil du hier schon draußen bist.
00:14:38: Kannst du daraus deine Stärke machen?
00:14:39: Ja, speziell und außergewöhnlich und ganz individuell.
00:14:43: Jeder von uns ist ja so individuell.
00:14:44: Ganz genau.
00:14:45: Und daraus speist sich vielleicht auch so ein bisschen das, jo, ist ja schön und gut, was du davon hältst und dann macht das gerne so für dich.
00:14:53: Wir leben das hier anders.
00:14:55: Dass wir so ein spezielles Lebensmodell für uns entwickelt haben und gar nicht so denken, ey, in der Gesellschaft macht man das so.
00:15:02: Bei uns gab es nie so einen, so macht man das.
00:15:05: Ja.
00:15:05: Jedenfalls
00:15:05: gibt's bei uns schon.
00:15:06: Ja,
00:15:07: bei uns gab's das nie.
00:15:08: Also von Kleinigkeiten in Form von Parken, von irgendwie wie man sich anzieht, wie man spricht in der Öffentlichkeit, wie man zu essen hatte.
00:15:19: Da gab's nie wirklich so, macht man das.
00:15:22: Also das ist eine Sache, die auf jeden Fall etwas ist sowohl bei meinen Eltern als auch bei... ... den Eltern meiner Frau, die ja mich auch nach wie vor stört, ... ... weil ich da immer so ein bisschen außen vor war, ... ... an meinem Bruder auf jeden Fall auch, ... ... vielleicht sogar so ein bisschen mehr als ich.
00:15:35: Und das ist auch ein Reibungskonflikt, ... ... der in der Beziehung zu meiner Frau immer wieder aufkommt.
00:15:40: Dieser Satz, so macht man das oder so verhält man sich.
00:15:43: Und du, wie gesagt, das sind, wie du es auch beschrieben hast, ... ... das sind Parksituationen, ... ... aber es ist auch im Kontakt mit anderen, ... ... du weißt nicht, wenn man auf irgendwelchen Feiern ist oder so.
00:15:51: Hey, die anderen, guck mal die und ich sage, hey ja, die anderen, aber ich bin ja nicht die anderen.
00:15:55: Ich kann es ja auf meiner Art machen, so wie ich möchte.
00:15:59: Und das habe ich aber nicht von meinen Eltern mitbekommen, würde ich sagen.
00:16:02: Die waren auch sehr norm behaftet und gesellschaftlich angepasst.
00:16:07: Und ich glaube, das war auch was, was ich nicht wollte.
00:16:09: Es gibt auch dieses, ich wollte auch nie mit meinen Kindern und mit meiner Familie irgendwie am Stadtrand wohnen.
00:16:16: in einem Häuschen.
00:16:16: Das war so eine krasse Widerstandsvorstellung, die ich im Kopf hatte.
00:16:20: Es hat sich jetzt trotzdem so ergeben.
00:16:21: Aber ich wollte einig mit meinen Kindern und meiner Frau, die es dann irgendwann mal gegeben hätte, in einer Stadtwohnung, eine Stadtwohnung.
00:16:27: Ich hab andere Eltern erlebt.
00:16:29: Ich fand es total cool, dass sie so individuell und es war irgendwie alles so, keine Ahnung, fühlte sich irgendwie so abenteuerlich an, so einer Stadtwohnung zu wohnen.
00:16:38: Und alles war irgendwie aufregend.
00:16:39: Und bei uns war es so spießig und klein, obwohl das natürlich ein krass Widerspruch in sich war.
00:16:44: Ja, und das war was, was ich mir auch meinen Eltern ... Ich hab das nicht gehasst bei meinen Eltern, aber ich hab's auf jeden Fall versucht zu vermeiden.
00:16:51: Aber
00:16:51: du hast es übernommen.
00:16:52: Ich hab's am Ende doch übernommen, ja.
00:16:54: Zumindest den Lebensstil.
00:16:56: Das meint's halt nicht.
00:16:57: Das meint's halt hoffentlich nicht, nein.
00:16:58: Okay.
00:16:59: Elf Dinge, die wir anders machen wollen als unsere Eltern.
00:17:01: So heißt diese Folge eigentlich.
00:17:03: Und wir haben jetzt schon einige Sachen aufgezählt.
00:17:07: Und ich find, da zeigt sich ganz gut, warum es auch manchmal so schwer ist.
00:17:12: sich von seinen Eltern zu lösen, seine Prägung anzuerkennen und zu sehen, hey, da gibt es Anteile, die waren wirklich gut und förderlich für mich und vielleicht auch Anteile, die waren nicht so förderlich für mich und alles hinterlässt seine Spuren und gleichzeitig ist es ein Gesamtkomplex und es ist manchmal auch gar nicht so leicht, diesen Pudding wieder auseinanderzukriegen.
00:17:33: Ich glaube, es wäre ganz cool, wenn wir mal gucken, welche Sachen würden wir denn anders machen als unsere Eltern, wenn wir mal so die Bereiche durchgehen.
00:17:41: Würdest du sagen, deine Eltern waren emotional offen?
00:17:42: Deine Mama, dein Papa?
00:17:44: Auf eine gewisse Weise, ja.
00:17:46: Auf jeden Fall.
00:17:46: Vor allem meine Mutter natürlich.
00:17:49: Bei meinem Vater würde ich eher sagen, da wurde vieles unterdrückt.
00:17:53: Auch in Streitsituationen hatte ich oft das Gefühl, er kriegt eigentlich zu wenig Raum für die eigentlichen Gefühle, die er hat.
00:18:00: Sondern es ist so ein Abkämpfen und Abstecken von irgendwelchen Piratorien, die sie beide aufgemacht haben.
00:18:06: Das war das klassische Modell, meine Mutter hat gemäckert darüber, dass er so wenig da ist.
00:18:11: Ich erlebe meinen Vater eigentlich auch nie, wenn ich mich zurückreiene, als jemand, der Widerstand gibt in den Gesprächen.
00:18:17: Es gibt immer nur eine Vorwurfshaltung meiner Mutter.
00:18:20: Mein Vater war nur in der Verteidigung, aber ohne wirklich seinen Raum einzunehmen.
00:18:24: Wie
00:18:24: kann ich mir das vorstellen?
00:18:25: Wie hat er da argumentiert?
00:18:26: Gar nicht, oder?
00:18:27: Ich glaub,
00:18:27: fast gar nicht.
00:18:28: Ich glaub nicht.
00:18:29: Ich gab Streit, aber es gab keine Auseinandersetzung.
00:18:34: Wenn ich überlege, wie ich mit meiner Frau heute streite, benennt jeder seine Bedürfnisse.
00:18:39: ... das ausdiskutiert und dann ... ... wird's auch mal laut, ... ... aber ich will nicht sagen ... Ja,
00:18:45: schreist du?
00:18:46: Nein, nicht lau.
00:18:46: Also, es werfen uns beide lustigerweise immer wieder vor, ... ... dass wir schreien ... ... und keiner ist da mein und das erschreit.
00:18:52: Ah, okay.
00:18:52: So ein ganz ... Ja.
00:18:54: Ich hab gar nicht geschrien.
00:18:55: Ja, ich auch nicht.
00:18:57: Brauchst jetzt gar nicht schreien.
00:18:59: Und ... Ja, also von daher würde ich schon sagen, ... ... dass mein Vater glaubt, in der Hinsicht ... ... viele Gefühle ... ... sowas ... ... was will ich eigentlich, ... ... was brauche ich?
00:19:09: Wie fühle ich mich gerade, wenn ich von dir so angegangen werde, unterdrückt hat, ignoriert hat und dann in seinen Alltagstrott verfallen ist?
00:19:17: Also so dieses klassische Väter reden nicht über ihre Gefühle.
00:19:20: Er hat bei uns auch nie wirklich über Gefühle gesprochen.
00:19:22: Also ich hab mit meiner Mutter ganz viel darüber gesprochen.
00:19:23: Mein Vater kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich einmal jemals ein Gespräch darüber gefühlt hab.
00:19:27: Wie geht's ihm?
00:19:28: Wie fühlt er sich?
00:19:29: Liebt er mich?
00:19:30: Ja, er wurde nie ausgesprochen, aber ich hab's
00:19:32: ... Hat er nie gesagt?
00:19:34: Ich erinner mich nicht, ne?
00:19:35: Aber hat er nie gesagt, du erinnerst dich nicht?
00:19:38: Aber ...
00:19:38: Also ich erinnere mich daran, dass meine Mutter es gesagt hat.
00:19:41: Aber ich erinnere mich nicht, dass mein Vater es gesagt hat.
00:19:42: Er hat uns ganz viel gezeigt, aber ich...
00:19:44: Er ist halt auch klasse Jungs.
00:19:46: Er
00:19:46: ist halt klasse Jungs, ja.
00:19:47: Ja, über Leistung auch beim Sport, wenn wir da gut waren.
00:19:50: Mensch, ihr seid ja so gut und ihr macht es richtig toll und top top.
00:19:53: Aber ich hab nie gehört, du bist gut wie du bist, auch wenn du letzter warst.
00:19:59: Das stimmt ja auch nicht.
00:20:00: Nein.
00:20:01: Punkt zwei, körperliche Nähe.
00:20:03: Ist das was, was du anders machen würdest als deine Eltern?
00:20:05: Also... Körperkontakt gerade bei kleinen Kindern ist er häufiger früher zu der Mutter da gewesen und weniger zum Vater.
00:20:14: Und heute sind die Väter am Kuscheln tragen, schlafen teilweise im Familienbett und zeigen im Aktiv Zuneigung, also viel mehr als früher.
00:20:23: Ja, also das würde ich behaupten, ist nicht so gewesen.
00:20:26: Klar war der Körperkontakt auch gewünscht von uns mehr zur Mutter.
00:20:30: So was so abends ins Bett kuscheln so ging, wenn es darum ging.
00:20:34: Aber mein Vater war da genauso mit uns am Kuscheln und hat uns auf dem Arm genommen.
00:20:38: Und es gibt auch Bilder bei meinen Eltern im Haus, wo wir zusammen liegen und so.
00:20:42: Also das würde ich sagen, war gar nicht.
00:20:43: Und auch natürlich der klassische Körperkontakt über Toben und Kämpfen war auch vorhanden mit meinem Vater.
00:20:49: Also da würde ich sagen, es ist auf beiden Ebenen genauso gewesen.
00:20:54: Ist es für heute bei mir mehr?
00:20:55: Ich würde schon sagen, ja, es ist ein bisschen mehr, aber jetzt auch nicht.
00:20:59: Also es ist auch etwas, was ich mir vielleicht auch abgeguckt habe.
00:21:01: Also die Art, wie mein Vater mit ... Und als Kleinkind war, so bin ich, glaub ich, auch mit meinen Kindern.
00:21:07: Und so erleb ich ihn heute auch mit unseren Kindern, mit seinen Enkeln.
00:21:12: Und das kann er auch noch?
00:21:13: Ja, das kann er auch noch.
00:21:14: Wenn's die Kinder zulassen, meine Kinder lassen's nicht so richtig zu.
00:21:17: Nee?
00:21:18: Also, meine Tochter ist sowieso nicht mehr, die ist zu alt und mein Sohn so ein bisschen ...
00:21:21: Irgendwann wird das auch komisch.
00:21:22: Genau.
00:21:24: Das sind komisches Geschmäckchen.
00:21:28: Und Konflikte, wie seid ihr damit umgegangen?
00:21:31: Also ... Bei euch gab es klare Regeln, die dann aufgeweicht wurden, wenn man lange genug diskutiert hat.
00:21:37: Und auch Strafen gab es nicht so richtig.
00:21:39: Es gab Strafen, die ausgesprochen wurden, die haben man nie eingeführt worden.
00:21:42: Und durchgeführt worden.
00:21:44: Es ist auch einerseits schön, wir hatten nie Stubenarrest.
00:21:46: Weil ganz viele Freunde hatten Stubenarrest und durften nicht raus.
00:21:49: Und bei uns gab es es nicht.
00:21:50: Das, was ich auch gut fand.
00:21:51: Ich bin absolut kein Freund von Stubenarrest.
00:21:54: würde ich auch niemals machen.
00:21:55: Aber es gab Strafen, die ausgesprochen wurden, aber die nie eingeführt wurden.
00:21:59: Also diese klassische, wenn dann, aber ist das nie was passiert?
00:22:02: Wenn dann aber leere Luft.
00:22:04: Ja.
00:22:05: Lustig.
00:22:06: Und wie macht ihr das heute?
00:22:08: Gibt es Strafen bei euch?
00:22:10: Oder Konsequenzen?
00:22:12: Also wir sind schon sehr konsequent in unserer Erziehung.
00:22:15: Aber es gibt keine Strafen, die nicht auch von den Kindern ... ... getragen werden und ich würde dir auch nicht als Strafen bezeichnen.
00:22:23: Also was sind Strafen?
00:22:24: Hey, du hast zu lange im Garten gespielt, deswegen kannst du heute Abend nicht mehr lesen.
00:22:28: Also es ist eine Strafe und es ist eine logische Konsequenz dessen, was ... ... eingetreten ist.
00:22:34: Also wir haben ja zum Beispiel einen Beispiel, während die Switch ... ... die wir haben ... ... und die Kinder dürfen nur am Wochenende spielen ... ... und es gibt eine Bedingung, der Schulalltag muss laufen, ... ... die Schule muss, das muss funktionieren ... ... und wenn es da keine Probleme gibt ... dann ist auch die Switch kein Problem.
00:22:49: Und natürlich gilt es auch für andere Belange.
00:22:51: Aber sobald wir merken würden, hey, es gibt ein ständiger Drang danach, es wird nicht ... Sobald
00:22:56: die Substanz abhängig macht, ist ein Problem.
00:22:59: Aber
00:22:59: davor überhaupt nicht.
00:23:00: Davor überhaupt nicht, genau.
00:23:02: Und auch wenn wir merken würden, unter der Woche gibt es ständig Nachfragen und Quengleien, aber es ist akzeptiert, und dadurch ist die Strafe für beide Seiten, und ich glaub, das ist auch super wichtig, oder die Konsequenz für beide Seiten, so transparent und so gut ausgehandelt, dass es auch gar keinen ... Diskussionsbedarf darüber gibt.
00:23:19: Und das gab's bei meinen Eltern auf jeden Fall.
00:23:20: Und da gab's auch einfach sinnlose Dinge, bestimmte Computerspiele durfte ich nicht spielen, weil, und dann fehlte die Argumentationsgrundlage.
00:23:28: Und ich find, es ist auch extrem wichtig, egal wie all die Kinder sind, dass man den Kindern gut aushandelt und gut erklärt, warum wir als Eltern der Meinung sind, dass es so ist.
00:23:36: Und dass es gut so ist.
00:23:38: Gab's bei euch Strafen so, richtig?
00:23:40: Ja,
00:23:40: auf alle Fälle.
00:23:41: Mit allem, was dazu gehört.
00:23:43: Und immer bleiben.
00:23:44: Früher auch pofol, dann war ich ja irgendwann zu groß für.
00:23:48: Also gab auf jeden Fall eine ganze Batterie an Strafen, die mal mehr mal weniger konsequent durchgezogen wurde, aber man musste immer damit rechnen, dass die auch wirklich durchgezogen wurden.
00:23:57: Ja, gab auf jeden Fall hinter vielen Sachen Konsequenzen.
00:24:00: Noch schlimmer als Strafen an sich sind Strafen, die nicht durchgezogen werden.
00:24:06: Ich hätte schon lieber nicht einen Arsch voll gekriegt.
00:24:07: Ja, okay, bis auf, okay.
00:24:09: Na, obwohl, doch, das klammer ich aus.
00:24:11: Aber die Strafe, wenn du das jetzt nicht machst, dann darfst du eine Woche lang nicht mehr aus dem Haus.
00:24:16: Und dann tritt das aber nie ein, kann noch verstörender sein.
00:24:19: Alter,
00:24:19: eine Woche einfach im Scheiß raus zu bleiben.
00:24:22: Ich glaube, da sagst du was, was du nicht erlebt hast.
00:24:25: Ja, Intensität, eine Woche ist jetzt sehr lang.
00:24:27: Aber ich glaube, wenn man sagt, hey, du darfst heute Nachmittag nicht raus, weil ... Und dann passiert das aber einfach nicht.
00:24:34: Es kann, glaub ich ... verstörender sein, als wenn die klare Konsequenz dann auch durchgezogen wird.
00:24:39: Natürlich, wenn wir über Schläge reden oder über Freiheitsentzug in einem großen Ausmaß, dann würde ich das nochmal eindämmen wollen.
00:24:45: Aber in Konsequenz ist, glaube ich, fast schlimmer als einfach nur gar keine Strafen.
00:24:49: Warum?
00:24:50: Weil die Strafe dann auch so eine Art Sicherheit gibt?
00:24:53: Papa und Mama ziehen das durch, was wir mir androhen.
00:24:55: In der Jugendhilfe habe ich ganz oft erlebt, dass Eltern, die ihren Kindern das angedroht haben, am Ende viel unsicherer wurden, als auch da in der Arbeit selber gab es auch andere Kollegen von mir, die einfach sich gewundert haben, warum die Kinder am Ende noch viel krasser aufdrehen bei ihm, obwohl er so viel Konsequenzen androht, aber die nie durchgezogen hat.
00:25:15: Also, das führt am Ende zu einer viel größeren Unsicherheit als einen vorgegebenen Rahmen, der, so wie du ihn gerade beschreibst, ... noch viel schlimmer sein kann, ... ... und dann kann man sich natürlich fragen, ... ... hey, ist es besser.
00:25:26: Aber wenn wir uns so ... ... auf so einem normalen Niveau bewegen, ... ... glaube ich, ... ... wenn dann lieber konsequent als ... ... oder gar nicht, ... ... aber nicht konsequenz androhen ... ... und dann nie durchführen.
00:25:37: Wenn du in Prozente einteilen müsstest, ... ... wie viel Prozent der Erziehungsarbeit ... ... hat deine Mutter übernommen, ... ... und wie viel dein Papa?
00:25:44: Hmm, ... ... achtzig, zwanzig.
00:25:46: Also, ... ... achtzig dein Papa, zwanzig ...
00:25:48: Genau.
00:25:49: Nee, achtzig meine Mutter.
00:25:51: und zwanzig mein Vater.
00:25:53: So wenig nur?
00:25:55: Ja, will ich schon sagen.
00:25:56: Also, mein Vater war am Wochenende voll präsent.
00:25:59: Und am Abend, diese achtzehn Uhr Situation, hat jetzt auch nicht viel mit Erziehungen zu tun gehabt.
00:26:04: Ja.
00:26:04: Und ich erlebe Hausaufgaben machen, ausdiskutieren.
00:26:08: Wenn ich mich erinnere, alles mit meiner Mutter ist es, wenn ich mich zurück erinnere, nur meine Mutter auf.
00:26:13: Auch abends sich noch mal hinsetzen, Hausaufgaben nicht geschafft.
00:26:15: Da kam vielleicht mal mein Vater, aber das war dann ... Meistens bin ich so wenig Geduld versehen, dass er dann schnell wieder gehen muss, dann kam dann wieder meine Mutter.
00:26:23: Und auch so als Jung und so, nee, das hat meine Mutter gemacht, so hundert Prozent eigentlich.
00:26:27: Ich würde sogar teilweise sagen, so hundert Prozent.
00:26:29: Wenn ich so einteilen müsste, dann würde ich meiner Mutter bis zum vierzehnten Lebensjahr auch ... ... eighty-fünf Prozent geben.
00:26:40: Ab dem vierzehnten Lebensjahr habe ich ja bei meinem Vater gewohnt.
00:26:43: Und da würde ich sagen, war er ein Siebzig, Dreißiger, Siebzig Prozent bei meinem Vater.
00:26:47: und dreißig Prozent noch bei meiner Mutter.
00:26:50: Aber am Ende, bei meinem Vater kam es mir so ein bisschen vor, als ob ich ...
00:26:53: Inaziere.
00:26:54: ...
00:26:54: siebzig Prozent hatte selber.
00:26:56: Er hat es waren sich und meine Mutter zehn.
00:26:58: Okay.
00:26:59: Also, es war wirklich so, dass ich ab da, ab meinem vierzehnten Lebensjahr eigentlich so ... So, I'm on my own now.
00:27:05: Krass.
00:27:06: Also, Wäsche gewaschen, Haushalt gemacht, Garten, Einkäufe, für mein eigenes Essen gesorgt, Schule gegangen, meine eigenen ... Hobbys gepflegt, mich darum gekümmert.
00:27:20: Also es gab eigentlich das Ganze nicht mehr so.
00:27:22: Ja krass.
00:27:23: Aber ich hatte auch einmal die Woche Geld, damit ich essen gehen konnte.
00:27:27: Nicht schlecht.
00:27:27: Ich war dann immer alleine bei so einem Italiener und hab vergessen, der war genau bei uns um die Ecke.
00:27:32: Geil.
00:27:33: Und dann hab ich da immer schön gespeist.
00:27:35: Einmal die Woche.
00:27:36: Das weiß ich noch.
00:27:38: Aber nur einmal die Woche?
00:27:39: Ja.
00:27:40: Also du hast nicht mehr Geld bekommen und hättest nicht jeden Tag essen gehen können?
00:27:43: Nee,
00:27:43: jeden Tag wäre nicht drin gewesen.
00:27:44: Das wäre zu... Verwöhnt gewesen.
00:27:47: Ja,
00:27:47: ich meine, wenn er nicht da war und nicht selber gekocht hat für dich.
00:27:50: Alter, daran war gar nicht zu denken, dass er selber kocht.
00:27:52: Ich glaube, ich kenne nur drei Gerichte von ihm.
00:27:56: Das eine ist so eine wässrige Fischsuppe.
00:27:59: Die hat er mal gestreckt.
00:28:01: Die verpackt mich, da stehen vier Leute drauf.
00:28:03: Das krieg ich mal noch verachtend.
00:28:05: Muss man nur ein bisschen mehr Wasser und Pfeffer und Salz haben.
00:28:08: Dann macht er einen leckeren Kartoffelsalat.
00:28:12: Und ich wüsste jetzt gar nicht, welches Gericht noch.
00:28:14: Kartoffelsalat
00:28:14: würde ich jetzt auch unter Corona nur bedingt.
00:28:18: Weil es lecker.
00:28:19: Ja, ist lecker.
00:28:21: Und Eierkuchen malt er noch.
00:28:22: Ah ja, na die kannst du ja auch, der hast du von ihm.
00:28:24: Ja, die habe ich von meiner Mutter.
00:28:25: Ich glaube, er hat auch das Rezept von meiner Mutter immer.
00:28:28: Ich improvisiere die ja.
00:28:29: Die Dinkel-Fan-Kuchen.
00:28:31: Sorry, natürlich.
00:28:32: Würdest du sagen, du erziehst deine Kinder anti-autoritärer als deine Eltern?
00:28:36: Also gehst du mehr auf die Beziehungsebene als auf die Autoritätsebene?
00:28:40: Ja, auf jeden Fall.
00:28:42: Also die Erziehung läuft erstaunlicherweise ja auch viel mehr aus den Kindern heraus.
00:28:47: Also klar geben wir das vor.
00:28:49: Aber es ist auch da eher ein Aushandeln.
00:28:52: und wie wollt ihr den Alltag gestalten?
00:28:55: Was sind Rahmenbedingungen, die ihr für euch gut empfindet?
00:28:59: Also auch Medienzeiten haben wir ausgehandelt.
00:29:02: Aufstehen wird immer wieder neu verhandelt.
00:29:04: Um zu gucken reicht die Stunde, braucht es mehr, braucht es weniger.
00:29:08: Das ist auf jeden Fall auf Beziehungsebene und nicht auf, hey, wir in Sagen, das läuft so und so und so und so.
00:29:14: Und ihr habt euch daran zu halten.
00:29:17: Und dadurch funktioniert es auch viel, viel besser.
00:29:19: Also dadurch, dass die Kinder natürlich selbstbestimmt den Alltag bestreiten können.
00:29:23: Also meine Tochter läuft eigentlich von alleine.
00:29:25: Ja.
00:29:26: Meint ich.
00:29:28: Man könnte sogar noch auf die Spitze treiben.
00:29:30: Wenn wir wollten, könnten wir sie komplett alleine laufen lassen.
00:29:34: Das wäre jetzt
00:29:34: so weit.
00:29:35: Wir müssen hier keine Brotbox machen.
00:29:37: Wir müssten auf die Schuhsachen nicht achten.
00:29:38: Wir müssten ja keine Anbrut machen.
00:29:39: Ich meine, das wäre dann so wie du es erlebt hast.
00:29:42: Also es ist ja auch noch nicht vierzehn.
00:29:43: Genau, es ist noch nicht vierzehn.
00:29:44: Aber es wäre theoretisch möglich.
00:29:46: Ja, jetzt schon.
00:29:47: Könnte sie auch alleine einkaufen gehen und so?
00:29:49: Könnte sie, glaube ich, auch ja.
00:29:51: Cool.
00:29:52: Also...
00:29:53: Ab jetzt könnte sie eigentlich ausziehen.
00:29:54: Könnte sie eigentlich ausziehen?
00:29:55: Könnte
00:29:55: sie einen Trailer in Garten stellen und dann könnte sie da fest wohnen.
00:29:58: Wir stellen jetzt das Wohnmobil bei uns hin.
00:30:00: Mal gucken, wir probieren es mal.
00:30:01: Wie wird bei euch mental load aufgeteilt, weil früher war es ja häufig so, der Vater bringt das Cash nach Hause, die Mutter kümmert sich um alle anderen Belange.
00:30:09: Also sind ja Sachen für die Schule besorgen, Schularbeiten machen, gucken, was für Termine anstehen, Essen bereiten, den Haushalt ordentlich halten, Kinder ins Bett bringen.
00:30:19: Also das sind ja so viele kleine Aufgaben, das ist ja easy, dagegen zur Arbeit zu gehen.
00:30:25: Ja, ja, hab glaub ich schon mal vierzig, sechszig gesagt.
00:30:28: würde ich mich zum Teil auch noch dran festhalten wollen.
00:30:30: Ich glaub, meine Frau würde mir einen Vogel zeigen und wir sagen höchstens, achtzig, zwanzig.
00:30:34: Aber so was, was so ins Bett bringen angeht, das teilen wir fifty-fifty auf.
00:30:38: Haushalt, ja, mach ich, ja, sie kocht in der Regel.
00:30:42: Also du sagst, vierzig, sechzig?
00:30:44: Ja, also Freizeitgestaltung, was so schulorganisatorisches angeht, das macht ... Warte
00:30:49: mal ganz kurz.
00:30:51: Wir fragen mal.
00:30:56: Ist doch ganz gut, da mal eine Zweitmeinung zu ... Hey, guten Morgen.
00:31:00: Du.
00:31:00: Wir zeichnen grad ein Podcast auf und der liebe Max sagt, wir reden grad über Mental Load-Aufteilung und er sagt, er übernimmt so circa vierzig Prozent des Mental Loads im gesamten Haushalt.
00:31:13: und wir dachten, wir gleichen das mal mit der Realität ab und fragen dich.
00:31:18: Wie würdest du sagen, ist die Einteilung vierzig eher sechzig du?
00:31:21: Was fehlt denn, ja denn dazu?
00:31:23: Ich, das ist ne, es gibt ne Liste.
00:31:26: Also, ne?
00:31:27: Alles, was so mentalodalt ist.
00:31:29: Haushalt, Kinder, die ganzen Termine, die ganzen Geburtszeuge, die ganzen Geschenke.
00:31:35: Also er hat jetzt nachgezogen,
00:31:37: sagen wir mal so.
00:31:38: Also er ist nicht bei vierzig
00:31:40: Prozent, aber
00:31:41: er hat auf jeden Fall aufgeholt.
00:31:44: Was würdest du ihm geben?
00:31:47: Dreißig?
00:31:48: Dreißig, gar nicht schlecht.
00:31:49: Jetzt machen wir aufholen.
00:31:50: Was hat er davor gehabt?
00:31:51: Hast du mit ihm ernsthafte Gespräche geführt?
00:31:53: Aber
00:31:53: es geht auch so was wie ins Bett bringen, Hobbys, ich würde jetzt... Ja,
00:31:57: Hobbys.
00:31:57: Ja, okay,
00:31:57: dann macht er viel.
00:31:58: Ja, siehst du?
00:31:59: Also, um die Organisationsherum
00:32:00: bin ich, aber wie
00:32:02: der Anteil, wer was macht, weil wenn ich im Stall bin, ist er auch was.
00:32:06: Also, da würde ich sagen, ist es schon fast.
00:32:08: Ja, dann würde ich auch sagen, vierzig.
00:32:10: Aber wenn es um die Organisation
00:32:11: geht, dann würde ich ihn dreißig.
00:32:12: Aber es gehört ja alles zusammen, wir müssen eine Mischkalkulation machen.
00:32:15: Okay.
00:32:16: Ja, dann kann man schon
00:32:17: so, dann... würde ich ihm fast recht
00:32:19: geben, weil wir machen ja, also jeder bringt ja einen Tag jeweils ein Kind ins Bett oder hat am Nachmittag irgendein Kind.
00:32:24: Aber es gehört ja auch zu Mental Load noch, sich so um alle Sachen im Haushalt zu kümmern, ist genug Essen da?
00:32:29: Also auf jeden Fall nicht
00:32:30: fünfzig,
00:32:31: aber vierzig,
00:32:33: okay.
00:32:33: Ich würde euch akzeptieren, sagen wir's mal so.
00:32:35: Willst
00:32:36: du mich mit dem Gehaufnahme
00:32:38: mit reinnehmen?
00:32:38: Du bist schon drin.
00:32:39: Du
00:32:39: bist schon drin.
00:32:40: Ich bin schon drin.
00:32:42: Brauch ich da nicht ein Einverständnis?
00:32:43: Die hast du damit abgegeben.
00:32:47: Gut, das war's schon.
00:32:49: Danke.
00:32:51: Ey, Max, hast du Glück gehabt?
00:32:53: Also wirklich, so mit Nachverhandlungen stimmen die vierzig Prozent.
00:32:56: Ich würde vierzig sechs sagen und ich hätte gesagt, dass sie sagt achtzig zwanzig, aber gut.
00:33:00: Aber der Fairheit halber, machen wir was.
00:33:02: Wir rufen mal bei meiner Ex-Freundin an, aber die ist gerade busy, die ist gerade richtig gerade.
00:33:06: Ich weiß, wo die ist.
00:33:08: Was sie mir gibt.
00:33:10: Ich hoffe, sie geht nicht ran.
00:33:11: Passt auf.
00:33:15: Was fällt's zu denen?
00:33:18: Perfekt, sie geht nicht ran.
00:33:21: Okay, dann kann ich sagen, wir haben Fifty-Fifty.
00:33:25: Ich würde sogar unterschreiben, als Außenstehender.
00:33:28: Fifty-fifty.
00:33:29: Was mental load angeht, würde ich auch sagen.
00:33:31: Fifty-fifty.
00:33:33: Allein aufgrund der Aufteilung.
00:33:35: Und ihr müsst ja, also wahrscheinlich habt ihr beide, auch wenn es nicht rechnerisch geht, sechzig-sechzig.
00:33:40: Weil ihr müsst ja bei vielen Prozessen doppelt mitdenken.
00:33:44: Na ja, nee.
00:33:45: Man muss schon sagen, bei vielen Frauen, vor allem bei Frauen, singt der mental load, nachdem sie sich von ihrem faulen Partner getroffen
00:33:52: hat.
00:33:53: Weil sie für den mitdenken mussten.
00:33:54: Weil
00:33:54: sie für den mitdenken mussten und weil sie vor allem seine Vergesslichkeit covern mussten.
00:33:58: Ja, stimmt.
00:33:59: Also, das kann ich gut nachvollziehen.
00:34:02: Ich würde tatsächlich sagen, der Ferne sei bar.
00:34:05: Wir beide versorgen auf unsere eigene Art, unsere Tochter.
00:34:09: Meine Ex-Freunde kümmert sich so ein bisschen mehr um Klamotten kaufen, das ist auf jeden Fall bei ihr.
00:34:14: Sie hat ein bisschen besser die Termine bei der Schule auf dem Schirm.
00:34:18: Und ich würde ihr mal fünfundfünfzig geben und mir fünfundvierzig bei vollem Unterhalt und noch mehr.
00:34:26: Aber das möchte ich hier ausgaben, weil das spielt keine Rolle in dieser Diskussion.
00:34:31: Nein, das spielt ja wirklich keine Rolle.
00:34:32: Habe ich auch trotzdem gesagt, auch wenn es keine Rolle spielt.
00:34:34: Nein,
00:34:35: das spielt keine Rolle.
00:34:36: Es spielt
00:34:36: sogar keine Rolle, dass ich es trotzdem gesagt habe.
00:34:38: Nein, darf wirklich keine Rolle spielen.
00:34:40: Wie siehst du das?
00:34:41: Ich finde, es spielt absolut eine Rolle.
00:34:43: Also in unserer Konzernation, wir sind zusammen, würde ich sagen, spielt es nicht so eine Rolle.
00:34:47: Da kann man natürlich auch sagen, hey, der eine bringt mehr Geld, der andere weniger.
00:34:50: Das mache ich da gar nicht so auf.
00:34:52: Wenn man getrennt ist und der eine in der Trennung, weil das ist ja eine Trennung, wie von beiden passiert ist, trotzdem den größeren finanziellen Rahmen stemmt, nimmt der auch ganz schön viel Mental Load weg.
00:35:05: Bin ich der Meinung.
00:35:06: Okay.
00:35:07: Aber gut, Mental Load ist ja nicht nur das Cash, ne?
00:35:09: Nee, es ist nicht das Cash, aber es gehört mit Sicherheit dazu, wenn jeder für sich alleine kämpfen muss und seinen Alltag finanzieren muss, ist das eine große Packung Mental Load, die man noch zusätzlich zu dem ganzen anderen Kram dazu hat.
00:35:22: Und wenn man sich darüber gar keine Gedanken machen muss und dann nur den Mental Load hat in Anführungszeichen, würde ich das in der Trennung wahrscheinlich sogar höher gewichten als in einer Paar Beziehung, wenn der eine mehr oder andere weniger verdient.
00:35:35: Sie ruft zurück, jetzt können wir fragen.
00:35:38: Hallo.
00:35:39: Na, eine ganz kurze Frage.
00:35:41: Mental Log, ne?
00:35:42: Wenn wir mal so alles aufteilen, was es so gibt bei uns um unsere Tochter.
00:35:47: Wie würdest du das sagen?
00:35:48: Wie teilen wir das auf?
00:35:49: Fünfzig, fünfzig?
00:35:51: Nein.
00:35:53: Was ist so die prozentuale Verteilung, die du sehen würdest?
00:35:57: Also am heutigen Tag
00:35:58: oder auf einem bestimmten Zeitraum
00:36:00: kumuliert.
00:36:01: Über die gesamte Lebensspanne unserer Tochter.
00:36:04: Die gesamte Lebensspanne.
00:36:06: Ja.
00:36:09: Um achtzig, fünfzig.
00:36:11: Das ist hart.
00:36:11: Da hab
00:36:11: ich gut aufgeschnitten, kann ich nur mal sagen.
00:36:13: Okay.
00:36:16: Gut, danke schön.
00:36:17: Bis dann.
00:36:17: Das wird dir ganz schön abgewirkt.
00:36:21: Du wolltest es nicht weiter zu Wort kommen.
00:36:22: Ich hätte noch die eine oder andere Frage.
00:36:25: Nein, nein, nein, lass das.
00:36:26: Nein, nein,
00:36:27: nein.
00:36:27: Also,
00:36:27: es ist ein bisschen anders, als ich das einschätzt.
00:36:29: Fünfundachtzig,
00:36:32: fünfzehn.
00:36:34: Ja, also gut, sie hatte die Frage nochmal eingeräumt.
00:36:36: Du hast jetzt abgewirkt.
00:36:37: Ich glaube, wenn man die letzten drei Jahre wasche ich nehmen würde, würde es nicht so aussehen.
00:36:42: Ich glaube, wenn man so die gesamten Prozesse... Ja,
00:36:44: aber ich meine, ich müsste ja so minus zwanzig oder dreißig gemacht haben.
00:36:48: In der Anfangszeit.
00:36:50: Damit die prozentuale Verteidigung im Kind kommt.
00:36:53: Ja, was soll ich da zu sagen?
00:36:55: Wie siehst du es denn?
00:36:56: Ich würde sagen, ja, in den ersten Jahren hatte sie auf jeden Fall deutlich mehr Load und... Ich musste erst mal ein bisschen damit klarkommen, wie es ist, Vater zu sein.
00:37:05: Und hab das gegeben, was ich zu der Zeit konnte.
00:37:08: Also waren jetzt auf jeden Fall nicht minus
00:37:10: ... Minus fünfzig Prozent.
00:37:12: Ja.
00:37:13: Und ich hab Stück für Stück jedes Jahr mir meinen Bereich mehr erobert.
00:37:19: Und ich mein, wir teilen uns ja schon allein die Zeit mittlerweile forty-fünfzig auf.
00:37:27: Und auch den Verantwortungsbereich innerhalb der Zeit, ne?
00:37:32: Also ... Ich meine, das ist jetzt nur eine Kleinigkeit, aber ich plan eigentlich die meisten Urlaube.
00:37:36: Ich plan auch immer die Feste.
00:37:38: Ich plan ganz viele Verabredungen.
00:37:41: Ich sage ja, ich glaube, wenn wir den Zeitraum eingegrenzt hätten über die letzten drei, vier Jahre, glaube ich, wenn wir nicht bei Femmern-Achzig-Fünfzehn, dann wäre man wahrscheinlich eher bei, so wie ich, dreißig-siebzig gelandet.
00:37:50: Nee, nee, nee.
00:37:51: Auch
00:37:51: nicht?
00:37:51: Meinst du, das hättest du dir nicht gegönnt?
00:37:53: Das hättest du mir auch nicht gegönnt,
00:37:54: ne?
00:37:55: Schade.
00:37:56: Achtzigzwanzig hätte sie mir da gegeben.
00:37:57: Fünf Prozent hast du dir verdient.
00:37:59: Das
00:38:00: langer steiniger Weg bis die Achtzündung ist.
00:38:02: Ich habe
00:38:02: mich dafür auf den Knien angerutscht.
00:38:07: Da wünsche ich mir manchmal schon ein bisschen mehr gesehen werden.
00:38:11: Und es mal milde zu formulieren.
00:38:13: Jeder hat ja seine eigene Sicht darauf zum Glück.
00:38:17: Ich bin ja auf jeden Fall besser weggekommen in dieser kleinen Stichprobe.
00:38:20: Viel besser.
00:38:22: Sie diente eigentlich dazu, dich bloß zu stellen.
00:38:25: Am Ende hat es mich erwischt.
00:38:26: Als ich glaube, wenn meine Frau unter uns gesprochen hat, in dem Moment, wo du sie so an die Kandache genommen hast, ich glaube, wenn ich ihn mit ihr noch mal nachher, ich frage sie nachher noch mal, im Eins zu Eins Gesprächspreche würde sie auch die sechste.
00:38:37: Macht dich jetzt nicht schlechter.
00:38:38: Nein, das hat sie gesagt.
00:38:40: Aber das ist ja auch ein Unterschied.
00:38:41: Meine Ex-Freundin ist immer bereiter zu, mich ins Messer laufen zu lassen.
00:38:46: Deine Partnerin würde das nicht machen.
00:38:48: Also, nicht so vielleicht wie deine Ex-Freundin, aber die würde sich in so einer, die hat auch kein Problem damit bei solchen Fragen vor anderen, mich ins Messer laufen zu lassen.
00:38:57: Das ist auch schon passiert unter Freunden und Bekannten unter uns.
00:38:59: Aber gut, ich kann mir an die eigene Nase fassen.
00:39:01: Ich hab sie, glaub ich, auch schon oft genug ins Messer laufen lassen.
00:39:03: Und das war vielleicht dann eine Reaktion aus der Verletzung heraus.
00:39:07: Oder vielleicht sieht sie
00:39:08: das auch.
00:39:09: Ich denke schon, dass sie es so sieht.
00:39:10: Meinst du?
00:39:11: Was hätte ich nicht gesagt?
00:39:13: Alter Schwede, da müssen wir wirklich noch mal uns eine Mental-Load-Tabelle nehmen und mal ganz klar abklopfen.
00:39:19: Ja,
00:39:20: es ist auch ein Gedanke, den ich hatte, aber in meiner Beziehung noch mal.
00:39:23: Fünfzehn,
00:39:24: fünfundacht.
00:39:25: Genau
00:39:25: zu gucken, was ist denn Mental-Load?
00:39:27: Du hast ja auch gerade in meiner Frau dir noch mal angefangen, einzugordnen.
00:39:30: Achtes gehört auch mit dazu.
00:39:31: Und vielleicht ist es noch mal wichtig, auch bei euch zu gucken, hey, was gehört denn alles dazu?
00:39:35: Also wirklich noch mal... Jetzt
00:39:36: will ich gerade ehrgeizig.
00:39:38: eine Liste aufzumachen, die er beide unterschreibt oder beziehungsweise als Grundlage nimmt, um halt das zu definieren, was denn jetzt die eighty-fünfzehn sind.
00:39:48: Okay.
00:39:49: Also, manche Sachen macht jeder alleine, ne?
00:39:53: Also, Arzttermine, denkt deine Frau dran oder du?
00:39:55: Ja, meine Frau.
00:39:56: Okay, same bei mir hier.
00:39:58: Plan, was für die nächste Woche eingekauft werden muss?
00:40:00: Meine Frau?
00:40:01: Mach ich.
00:40:02: Ich zehn Prozent gebe ich mir davon.
00:40:04: Okay.
00:40:04: sich merken, die Geburtstage sind auch von der Schwiegermutter und die Geschenke besorgen.
00:40:08: Meine
00:40:09: Frau.
00:40:10: Wissen, wohin man muss, was fehlt, was organisiert werden muss?
00:40:14: Ähm, größtenteil, zwanzig, dreißig Prozent bei mir.
00:40:19: Okay.
00:40:19: Na ja, er kommt drauf an.
00:40:20: Bei meinem Sohn ist es sogar mehr.
00:40:22: Das ist das, was ihr auch eingeräumt habt.
00:40:23: Allein durch die Hobbygeschichte hat jeder sein Kind in Anführungszeichen.
00:40:28: Und da sind's bei mir bei meinem Sohn sogar fast hundert Prozent.
00:40:31: Also kann ich schwer ... Ich würd's trotzdem bei dreißig siebzehbzehn.
00:40:34: Okay.
00:40:35: Haushalt.
00:40:36: Das macht jeder bei uns selber, ne?
00:40:37: Ja, genau, das ist das, was ich von meinen... Klopapier,
00:40:39: Putzplan, Würscher organisieren, Reparaturen im Haushalt mache ich sogar bei ihr eher, als sie bei mir.
00:40:46: Mühltage kennen und so spielt ja bei uns keine Rolle.
00:40:49: Termine von den Kindern im Kopf behalten, Schule, Hobbys, Arzt.
00:40:53: Du bist meine Frau.
00:40:54: Okay.
00:40:55: Kindergeburtstag geplant, Einladungen und Geschenke?
00:40:58: Also die Organisation, sie planen und organisieren und durchführen.
00:41:02: Ist ein sechzig-vierzig Verhältnis.
00:41:04: Okay, Kleidung der Kinder kontrollieren, was passt noch, was fehlt?
00:41:08: Das ist auch sie, also da ist es aber, ja, Punkt, ich lasse es bei ihr.
00:41:12: Betreuung, Organisation, Kinder, Schule, Ferien.
00:41:15: Sechzig-vierzig.
00:41:17: Sechzig bei ihr?
00:41:18: Ja, natürlich.
00:41:19: Okay, ich frag doch noch.
00:41:21: Elterngespräche, Elternabende, Schulmaterialien besorgen.
00:41:24: Schulmateriale besorgen Sie, Elternabende wünsche ich mir manchmal mehr.
00:41:27: Wenn ich mich da einbringe, werde ich rausgedrängt.
00:41:29: Deswegen gebe ich mir der mehr Prozente.
00:41:30: Okay, Impfung,
00:41:31: Zahnarzt, U-Untersuchung.
00:41:33: Ah, Sie.
00:41:35: Okay.
00:41:35: Mahlzeitenplan, Einkaufs-Listen schreiben, Sonderwünsche denken, so Allergien, Besuche.
00:41:42: Ähm, auch mehr Sie.
00:41:44: Sechzig, siebzig, achtzig.
00:41:46: Was ist das für eine lange Liste, aber ...
00:41:48: Ja.
00:41:48: Also, wenn ich die Liste durchgehe, haben wir die meisten Aufgaben so getrennt, dass ich mich frage ... Wie sie auf die fünfzehn Prozent.
00:41:56: Ich glaube, darum geht es.
00:41:57: Wäre noch mal wichtig zu gucken, was bedeutet mental out?
00:41:59: Ich glaube, deine Ex-Partnerin hat bei mental out viel mehr psychischen Stress, um alles drum herum wahrscheinlich mit einberechnet.
00:42:05: Ich glaube, bei meiner Frau war es mehr rational.
00:42:07: Hey, wer macht hier was?
00:42:08: Wer organisiert hier was?
00:42:09: Wie läuft die Aufteilung im Alltag?
00:42:12: Ich frage mich, wie das zustande kommt.
00:42:13: Da muss ich mich wirklich noch mal fragen, weil also jeder kümmert sich eigentlich um Seins.
00:42:17: Wir haben so eine Aufteilung.
00:42:20: Je nachdem.
00:42:22: Zeit bei mir, fünfundfünfzig bei ihr, sind da auch relativ gut und flexibel.
00:42:27: Und gleichzeitig hat sie, würde ich sagen, wenig Mental Load, wenn es um so finanzielle Geschichten und finanzielle Sorgen geht.
00:42:37: Ich weiß es nicht, ich muss sie mal fragen, vielleicht hat sie ja trotzdem welchen, aber dürften eigentlich nicht so vorhanden sein.
00:42:43: Aber ich frag sie mal.
00:42:44: Ich glaube, es ist ein Tag ein Gespräch dazu führen, nach den Prozenten, die ich hier abbekomme.
00:42:49: Ich will auch noch mal ein Gespräch mit meiner Frau.
00:42:51: Hey, wir arbeiten mal die Tabellen ab bis zum nächsten Mal.
00:42:53: Ja, genau,
00:42:54: das ist eine gute Idee, machen wir beide mal.
00:42:55: Aber dann rechnen am Ende genau die Prozente
00:42:57: aus.
00:42:57: Okay.
00:42:58: Also bis dahin, wir wünschen euch was.
00:43:02: Das war Beste Vaterfreuden.
00:43:04: Eine Produktion von Auf die Ohren.
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